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: 1. Männer gewinnen am Tag der Entscheidung 
: Glückwunsch an die MBJ zum Bezirksmeistertitel 

Keine weiteren Spiele!

Tabelle - Frauen

# Mannschaft Sp P
1 SV Fortuna NB 16 28
2 Grün-Weiß SN II 16 22
3 RostockerHC II 16 20
4 SV Warnemünde 16 20
5 TSV Bützow 17 19
6 TSG Wismar II 16 17
7 Pädagogik HRO 15 9
8 SSV 1863 16 6
9 HSV Grimmen 16 3

Nach der dramatischen Niederlage am letzten Wochenende und dem damit verbundenen unglücklichen Ausscheiden im Viertelfinale des Landespokals gegen den amtierenden Landesmeister Grün-Weiß Schwerin II war die Frauenmannschaft des Stavenhagener SV nun wieder im Punktspielbetrieb der MV-Liga gefordert. Zu Gast war der Tabellenfünfte TSV Bützow. Diese Mannschaft kam mit der Empfehlung von vier Ligasiegen in Folge, unter anderem auch gegen Ligaprimus Neubrandenburg, nach Stavenhagen.


Wie so oft ging die junge Mannschaft aus der Reuterstadt also als Underdog in die Partie. Den treuen Fans des Teams stellten sich im Vorfeld einige Fragen. Wie würde die Mannschaft die große Enttäuschung der letzten Woche verkraften? Wird es ihr gelingen, noch einmal eine derart gute Leistung zu zeigen? Und vor allem: Wird es den Damen endlich einmal gelingen, sich für ihre Leistung mit einem Sieg zu belohnen?
Von Anfang entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. Keine der beiden Mannschaften konnte sich in der ersten Hälfte mit mehr als zwei Toren absetzen. Stavenhagen wusste sofort zu überzeugen. Die Abwehr, Trainingsschwerpunkt der letzten Wochen, kämpfte leidenschaftlich und geschlossen um jeden Ball. Dahinter überzeugte die erst siebzehnjährige Torhüterin Annemarie Brandt mit tollen Paraden. Vorne wurden die Angriffe gut ausgespielt. Allerdings scheiterte man all zu oft an der starken ehemaligen Bundesliga-Keeperin Stefanie Praetzel im Bützower Gehäuse. Jedes Tor musste hart erarbeitet werden. Im Abschluss überzeugte vor allem Johanna Liebich. Die zwanzigjährige Toptorschützin der MV-Liga bestätigte wieder einmal ihre starke Form in dieser Saison. Sieben ihrer insgesamt zehn Tore gelangen ihr in der ersten Hälfte. Mit einer knappen Stavenhagener Führung von 12:11 ging es in die Halbzeit.
Die Stavenhagenerinnen nahmen sich in der Kabine vor, die starke Leistung der ersten Halbzeit zu bestätigen und zudem das Tempospiel zu forcieren. Leider konnten sie diese Vorsätze zunächst nicht in die Tat umsetzen. Die erste Viertelstunde nach der Pause war geprägt von unkonzentrierten und undisziplinierten Torwürfen, die angesagten Auslösehandlungen wurden nicht konsequent umgesetzt und reihenweise technische Fehler produziert. Vor allem den spektakulären Paraden Annemarie Brandts im Reuterstädter Tor und der weiterhin zu meist gut agierenden Abwehr war es in dieser Phase zu verdanken, dass es den Bützowerinnen nicht gelang, sich weiter als auf zwei Tore abzusetzen. Sophie Ofcsarik und Chantal Hartmann mit einer tollen Einzelleistung auf Linksaußen brachten die Reuterstädterinnen in der 47.Minute beim 17:17 wieder auf Augenhöhe. Als Kristin Jakel die Reuterstädterinnen sogar zwei Mal hintereinander in Führung brachte, stand die Halle Kopf. Doch den Bützowerinnen gelang es wiederum zu kontern. Mit zwei Treffern in Folge gingen sie erneut in Führung. Noch brenzliger wurde die Situation, als die Neubrandenburger Schiedsrichter innerhalb kürzester Zeit zwei Reuterstädterinnen auf die Strafbank schickten. Würde es wieder nicht für einen Erfolg reichen? Angefeuert durch die Stavenhagener Auswechselbank und die lautstarken Zuschauer gelang es durch leidenschaftliches Abwehr- und cleveres Angriffsspiel diese Phase ohne Gegentor zu überstehen. Als Johanna Liebich auch ihren fünften Siebenmeter in der 58. Minute eiskalt zum Ausgleich versenkte und hinten das Stavenhagener Bollwerk den folgenden Angriff Bützows abwehren konnte, bot sich die Chance zum Sieg.
Der Schlusspunkt wurde nun zur Chefsache. Kapitänin Kristin Jakel, die mal wieder ohne Pause über sechzig Minuten in zentraler Rolle vorne und hinten durchspielte, fasste sich ein Herz und versenkte den Ball durch ihren fünften Treffer zum 21:20 im Bützower Gehäuse. Als auch der letzte Bützower Angriffsversuch wiederum in Unterzahl gestoppt werden konnte, kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Überglücklich lagen sich die Reuterstädterinnen in den Armen und feierten mir ihren euphorischen Fans. Wie so oft in den letzten Monaten spürten alle in der Halle, hier hat sich nicht nur eine Mannschaft handballerisch weiterentwickelt, sondern ist zu einem echten Team geworden. Der Unterschied an diesem Tag war nur: Endlich haben sie sich belohnt!
Der Stavenhagener SV spielte mit: Annemarie Brandt (Tor); Maria Rupp, Johanna Liebich (10 Tore/ 5 Siebenmeter), Franziska Rabe, Viviane Denke, Christin Kaack, Kristin Jackel (5), Tabea Bloch, Sophie Ofcsarik (2), Ruth-Sophie Röske (2), Anja Dencker, Anja Seide, Chantal Hartmann (2), Betty Schischke.

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