KURZNEWS
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: Sonntag 11:30 Heimspiel mCJ;   SSV gegen HC Empor Rostock II
: Sonntag 15:30 Uhr Heimspiel 2. Männer;  SSV II gegen Greif Torgelow
: Sonntag 10:00 Uhr Heimspiel  mDJ;  SSV gegen SG Vorpommern III
: Samstag Auswärtsturnier  weibl EJ in Neubrandenburg 
: Samstag 18:00 Uhr Heimspiel  1. Frauen;  SSV verliert gegen GW Schwerin II
Sa, 27. Okt. 2018 18:00
Ribnitzer HV
Ribnitzer HV
-:- Stavenhagener SV
SSV 1863

Tabelle - Männer

# Mannschaft Sp P
1 TSG Wismar 5 9
2 Güstrower HV 4 7
3 SV Warnemünde 4 6
4 SSV 1863 3 4
5 Stralsunder HV II 4 4
6 HSV Grimmen 4 4
7 Einheit Demmin 5 4
8 Ribnitzer HV 5 4
9 Schwaaner SV 5 4
10 Stiere-SN II 3 2
11 HC Vorp-Greif 5 2
12 TSV Bützow 3 0

 Dass mit dem vorletzten Platz die Luft in der MV-Liga immer dünner wird, war auch den Männern des Stavenhagener SV von 1863 vor der Partie gegen den HSV Grimmen (Platz 5) bewusst. Daher konnte die Parole nur heißen: „Kämpfen und siegen!“. Allerdings schienen auch die Gäste diesen Marschbefehl erhalten zu haben.


Beide Teams lieferten sich von Beginn an ein kampfbetontes und vor allem schnelles Spiel. David Masur hämmerte dreißig Sekunden nach Anpfiff den Ball in den gegnerischen Kasten, das 2:0 folgte. Doch Grimmen ließ sich nicht ins Bockshorn jagen, ehe man sich versah, erfolgte der Ausgleich, nur zwei Minuten später lagen plötzlich die Gäste mit zwei Toren vorn. Bereits zu diesem frühen Zeitpunkt lieferten sich die Mannschaften eine regelrechte Abwehrschlacht, die auch immer wieder schnelle Ballgewinne brachte und damit auch schnelle Kontertore. Die Zuschauer auf den Bänken konnten eine emotionsgeladene und körperbetonte Partie auf Augenhöhe verfolgen, die von ihnen recht lautstark begleitet wurde. Bis zum 12:11 in der 25. Minute war die Handballwelt in Stavenhagen noch vollkommen in Ordnung. Doch dann stockte nicht nur den Stavenhagener-Fans der Atem. Mannschaftskapitän Denny Peters trat zum Konter an, sein Gegenspieler lief mit, kurz vor dem Kreis holte Peters zum Wurf aus und konnte dann die Wucht des Absprungs nicht mehr rechtzeitig abfangen. Er landete mit vollem Karacho an der Wand. Sekunden später wurde klar, dass dieser Sturz Folgen hatte. Denny Peters blieb liegen, das Spiel musste bis zum Abtransport durch den RTW unterbrochen werden. Noch am Abend gab es zur Erleichterung aller Entwarnung aus dem Krankenhaus, dass es ihm den Umständen entsprechend gut geht. Nachdem die Unparteiischen die Partie wieder angepfiffen hatten, kompensierten die Reuterstädter den Schreck und agierten nun nach dem Motto: „Jetzt erst recht!“, aber auch Grimmen schien nichts von seinen Siegambitionen eingebüßt zu haben. Zur Halbzeitpause verabschiedete man sich mit 15:14 in die Kabinen.
Für die Schiedsrichter war klar, dass sie in der zweiten Spielhälfte vor allem versuchen mussten, die Härte aus der Begegnung zu nehmen und Ruhe reinzubringen. Eine schwere Aufgabe, die Gemüter kochten auf allen Ebenen hoch, auch bei den Fangemeinden. Darunter litt nun auch der Spielfluss. Sowohl Grimmen als auch Stavenhagen gingen nun in der Abwehr offensiver vor, das Tempo wurde weiter hochgehalten und kein Ball verloren gegeben. Stavenhagen gelang es zwar seine Stärken auf allen Positionen auszuspielen, aber die Gäste ließen sie maximal auf zwei Tore entkommen, bevor sie sich erneut herankämpften. Dem geschuldet entwickelten sich die letzten sieben Minuten zu einem wahren Handballkrimi. Das 26:26 fiel in der 54. Minute, dreißig Sekunden später ging der HSV Grimmen gar mit 26:27 in Führung. SSV-Coach Torsten Schilk reagierte prompt, Auszeit für Stavenhagen. Tom-Lee Loboschinski setzte die Order um, Ausgleich. Grimmen wurde ein Siebenmeter zugesprochen, auf Seiten der Reuterstädter hielt man den Atem an, um wenig später in Jubelschreie auszubrechen. André Pötzsch parierte den Strafwurf und weiter ging es, Stavenhagen kämpfte sich zum 29:28. Nun war es an Grimmen, nochmals Ruhe in die eigenen Reihen zu bringen. Nach dem Time-Out verblieben noch anderthalb Minuten. Man konnte die Anspannung unter allen Beteiligten deutlich spüren, 29:29 – 30:29 – und dann das 30:30, drei Sekunden vor Abpfiff. Stavenhagen gab nicht auf, vielleicht war doch noch ein Tor drin. Grimmen reagierte und bescherte dadurch den Gastgebern mit dem Abschlusspfiff noch einen direkten Freiwurf, zu dem Routinier Andreas Nowatzki antrat. Wie oft hatte man schon gesehen, dass die Spieler so einen Direktwurf gegen die Mauer der Gegner nicht mehr wirklich als Chance ansehen, so auch das Publikum. Nicht so Andreas Nowatzki, sein geschultes Handballauge erkannte die Möglichkeit über die kurze Ecke zu gehen und versenkte den Ball im Grimmener Kasten. Die Jubelschreie auf Stavenhagens Rängen übertönten selbst die Trommeln. Für den Stavenhagener SV sind die zwei Punkte von enormer Bedeutung. Allerdings konnten auch ihre unmittelbaren Tabellennachbarn in der MV-Liga, der Schwaaner SV und der HCE Rostock II, punkten. Damit bleibt es im Kampf um den Abstieg spannend.
Für Stavenhagen spielten: André Pötzsch und Christian Hohenegger (Tor), Andreas Nowatzki (10/4), David Masur (7), Florian Stüwe (4), Paul Zubke (1), Eric-Pascal Blumenthal (1), Tim Enkelmann, Denny Peters (2) und Tom-Lee Loboschinski (6).

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