KURZNEWS
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:  MV-Liga  1.Männer;  SSV gewinnt gegen Meckl.Stiere SN II 27:22
: HVMV-Pokal 1. Frauen;  SSV verliert gegen G/W Schwerin II 25:27 n Siebenmeterwerfen
Sa, 16. Feb. 2019 18:00
Stavenhagener SV
SSV 1863
27:22 Meckl. Stiere Schwerin II
Stiere-SN II

Tabelle - Männer

# Mannschaft Sp P
1 Güstrower HV 15 29
2 TSG Wismar 15 27
3 SV Warnemünde 14 22
4 Ribnitzer HV 15 16
5 Stralsunder HV II 14 14
6 Einheit Demmin 15 14
7 HSV Grimmen 15 13
8 Stiere-SN II 13 10
9 SSV 1863 15 10
10 HC Vorp-Greif 15 10
11 TSV Bützow 15 7
12 Schwaaner SV 15 4

Voll wurde es in der Stavenhagener Halle, als am vergangenen Samstag der Stavenhagener SV von 1863 und der SV Einheit Demmin im Lokalderby aufeinander trafen.
Die Reuterstädter starteten in diese Partie ohne ihren Trainer Torsten Schilk, der krankheitsbedingt die Segel streichen musste. Seinen Part übernahm Oliver Wickel. Bereits nach wenigen Minuten stand fest, das würde nicht nur eine Auseinandersetzung zwischen den beiden Mannschaften, sondern auch zwischen den Fanlagern werden.


Sowohl die Gäste als auch die Gastgeber starteten ambitioniert in die Auseinandersetzung des Abends. Bis zur elften Minute beim 5:5 lieferten sich die Teams einen offenen Schlagabtausch. In den folgenden zwei Minuten legten die Reuterstädter allerdings plötzlich den Turbogang ein. Nico Hillmann und Eric-Pascal Blumenthal stürmten das gegnerische Tor und brachten ihre Mannschaftskameraden in eine komfortable 9:5 Führung (13. Minute). Demmin verstärkte nun die ohnehin kompakte Abwehrreihe, Annahme-Übergabe und möglichst den Ballgewinn sichern. Aber die Gastgeber waren nicht gewillt, den Hansestädtern Tuchfühlung zu gewähren. Jedoch zeigten sich die Männer von Einheit Demmin ebenso kämpferisch. Sieben Minuten vor der Halbzeitpause fiel der Ausgleichstreffer durch Philipp Stachow (Einheit Demmin) zum 12:12. Sollte dies die befürchtete Wende für die Stavenhagener Sieben sein? Letztendlich bewiesen die 1863er zum wiederholten Male unsagbaren Kampfgeist. Man fightete um jeden Ball und abermals gelangte man zu einem Vier-Tore-Abstand (17:13/ 29. Minute). Anstatt nun den Sack zuzumachen, gewehrte man dem Gegner wiederholt Freiräume, den dieser selbstverständlich ausnutzte, um zur Halbzeitpause zu verkürzen. Der Spielstand von 17:15 ließ immerhin eine spannende zweite Halbzeit erwarten.
Kaum ertönte der Anpfiff zu Halbzeit zwei, schon landete der Ball im Tor der Demminer. Allerdings währte die Freude der Stavenhagener nur kurz. Felix Piper, der später die Partie durch eine dritte Zeitstrafe verfrüht beenden musste, zog durch und bescherte mit seinen Folgetreffern seinem Team den wichtigen Anschlusstreffer (34. Minute). Kurz darauf gelangten die Gäste zum 18:18 Ausgleich. Beide Mannschaften blieben, wie schon in Halbzeit eins, defensiv in ihrer Abwehrarbeit, immer wieder zupackend und schnell in den Block gehend, machten sie sich gegenseitig das Leben schwer. Doch, was in der ersten Spielhälfte auf Stavenhagener Seite noch gut funktioniert hatte, schien jetzt nicht mehr zu greifen. Hier und da blieben die Chancen liegen und auch SSV- Torhüter Paul Wentz schien vom Glück verlassen. Die Einheit-Handballer übernahmen nun die Regie und setzten sich so ganz allmählich bis auf drei Tore ab. Nachdem dann das 24:28 gefallen war, zog SSV-Ersatzcoach Oliver Wickel schließlich die Notbremse in Form einer Auszeit. Noch blieben fast fünf Minuten Spielzeit. Handballkenner wissen, Zeit genug, um die mögliche Niederlage noch zu verhindern oder gar den Spieß umzudrehen. Die Wende im Spielverhalten der Reuterstädter war offensichtlich. Jetzt hieß es: „Alles oder nichts!“. Schluss mit der geschlossenen Abwehrreihe und rein in die Offensive. Stavenhagens Handballer holten ihre Gegner direkt an der Mittellinie ab. Wickels Strategie schien zu fruchten. Jonas Landmesser und Tim Enkelmann schlossen zum 25:28 bzw. zum 26:28 ab. Der Jubel der Stavenhagener Fans kannte keine Grenzen mehr, die Aufholjagd konnte beginnen. Jedoch hatte sich auch Demmins Coach Stefan Borchardt seine Time-Out-Karte aufgespart. Nun schien der richtige Zeitpunkt dafür gekommen zu sein. Beide Teams warfen nochmals alles nach vorn und mobilisierten auch noch die allerletzten Kräfte. Zum Leidwesen der Gastgeber konnte die Mannschaft aus Demmin den Vorsprung von zwei Toren bis zum Schlusspfiff retten. Während der SV Einheit Demmin seinen Auswärtssieg lautstark feierte, musste Stavenhagen eine herbe 29:31 Niederlage verkraften, die einen Verbleib auf Rang 10 der MV-Liga-Tabelle durchaus erschweren dürfte. In vierzehn Tagen trifft der Stavenhagener SV in heimischer Halle auf die Zweite der Mecklenburger Stiere, dann werden sich die Jungen Wilden erneut beweisen und mit Herz und Hand gegen eine Niederlage ankämpfen müssen. An Einsatzbereitschaft und Siegeswillen wird es ihnen ganz sicherlich nicht mangeln.
Für Stavenhagen spielten: Paul Wentz und Kevin Makus (Bde.: Tor), Jonas Landmesser (6), Florian Stüwe (2), Toni Gramß, Jann-Oliver Zarmstorf (2), Ted Leukroth, Eric-Pascal Blumenthal (8), Nico Hillmann (7/2), Tim Enkelmann (2), Tom-Lee Loboschinski (1), Erik Heuer (1).

Kati Rockenschuh-Ofcsarik

 

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