KURZNEWS
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Ergebnis - wCJ

So, 13. Jan. 2019 13:30
SV Motor Barth
SV Barth
-:- Stavenhagener SV
SSV 1863

Tabelle - wCJ

# Mannschaft Sp P
1 SSV 1863 8 16
2 GrimmenLoitz 7 12
3 SV Barth 8 12
4 Pasewalker HV 8 10
5 Wolgaster HV 7 6
6 Stralsunder HV 7 4
7 Einheit Demmin 7 4
8 HV Altentreptow 8 4
9 HSV 90 Waren 8 0

Nichts für schwache Nerven war der letzte Saisonauftritt der weiblichen C-Jugend des Stavenhagener SV auf der Insel Usedom bei der SG Vorpommern I. Vor dem Spiel war die Ausgangsituation klar, ein Unentschieden musste mindestens her, um den Bezirksmeistertitel zu sichern.

Kein einfaches Unterfangen gegen die körperlich hoch überlegenen und zum Teil erheblich älteren Gegnerinnen, die besonders in eigener Halle zuletzt starke Ergebnisse erzielt hatten.

Durch ihre bärenstarke offensive 3:2:1-Abwehr gelang es den Stavenhagener Mädchen leidenschaftlich kämpfend ihre körperliche Unterlegenheit auszugleichen. Lediglich sieben Gegentore gestatteten sie den Usedomerinnen. Leider agierten die Reuterstädter Mädchen vorne ungewohnt nervös undeinfallslos, konnten daher nur mit einer knappen Vorsprung (7:8) in die Halbzeitpause gehen. Unruhe machte sich bei den zahlreich mitgereisten Fans breit. Allen war klar, dass es in der zweiten Halbzeit schwer werden würde, da nun das vorgeschriebene defensive Abwehrsystem gespielt werden musste. Mit diesem hatten die Stavenhagnerinnen in den letzten Spielen offensiv und defensiv so ihre Probleme. Doch die Mädchen bewiesen wie so oft Nervenstärke. Zwar kassierten sie in der Tat mehr Gegentore als in Halbzeit eins, agierten aber nun auch vorne überlegter und entschlossener. Immer wieder fanden sie die Lücken in der gegnerischen Abwehr und nutzten diese konsequent. Als zwei Minuten vor Schluss das 17:20 erzielt wurde, war klar, es wird reichen! Am Ende stand ein hart erkämpfter 18:20-Sieg und die überglücklichen Mädchen krönten eine Wahnsinnssaison mit dem nie erwarteten Meistertitel des Bezirkshandballverbandes Ost krönen. Unter dem Jubel ihrer Fans nahmen die Mädchen ihre Goldmedaillen entgegen und ließen sich den mitgebrachen, leckeren Meisterkuchen schmecken.

Als Fazit einer langen, anstrengenden Saison bleibt eine tolle Entwicklung der Mädchen festzuhalten. Anfängliche personelle Rückschläge wurden weggesteckt und durch Hilfe aus den Reihen der vereinseigenen, erfolgreichen D-Jugend ausgeglichen. Gleich drei Spielerinnen dieser Mannschaft, Lilly Brandt, Tia Döbler und Lea Spath agierten zusehends selbstbewusster und bewiesen permanent, dass sie auch in der C-Jugend mithalten konnten. Den absoluten Leistungsträgerinnen und Toptorschützinnen des Teams Pauline Engfer und Amelie Sandberg gelang es durch ihre tollen Leistungen im Verein, sich für die Landesauswahlmannschaft des Handballverbandes Mecklenburg- Vorpommern zu empfehlen und sind in diesem Leistungsteam inzwischen etabliert. Waren es am Anfang der Saison diese beiden Spielerinnen, welche die Spiele dominierten, gelang es im Verlaufe der Saison zusehends aber auch weiteren Spielerinnen, auf sich aufmerksam zu machen. Thea Schumacher überzeugte durch ihre Verlässlichkeit, ihren unermüdlichen Trainingsfleiß und schöne Tore von Rechtsaußen. Pauline Friedrich trotzte ihren hartnäckigen Verletzungen und leistete durch ihre taktische Disziplin, Kampfkraft und Abwehrstärke einen Riesenbeitrag zum Titel. Hanna-Luisa Kaack entwickelte sich zu einer tollen Offensivspielerin, riss immer wieder Lücken für Ihre Rückraumspielerinnen, holte zahlreiche Siebenmeter heraus und verwandelte fast alle ihre Torchancen sicher. Torhüterin Kim Siegel war die einzige Spielerin, die jede Minute der Saison auf dem Spielfeld stand, zuverlässig erledigte sie ihren Job und rettete so manches Mal den Sieg. Und dann ist da ja noch „Tini“ Jonassen. Immer mindestens einen Kopf kleiner als ihre Gegenspielerinnen, entwickelte sie sich zum Publikumsliebling. Ohnehin eine Super-Abwehrspielerin, tanzte sie zunehmend auch in der der Offensive reihenweise ihre Gegenspielerinnen aus und erzielte in den entscheidenden Spielen viele wichtige Treffer. Nicht zuletzt gilt der Dank des Vereins und des Trainers den Eltern und Fans, die als „Team hinter dem Team“ die Mädchen leidenschaftlich unterstützen.

Aufgrund der äußerst positiven Entwicklung des Teams und der ebenfalls tollen Saison der weiblichen D-Jugend, die Vizebezirksmeister wurden, hat sich der Stavenhagener SV entschieden, das Aufstiegsrecht wahrzunehmen und den Mädchen den Aufstieg in die Oberliga Mecklenburg–Vorpommern zu ermöglichen. In dieser höchstmöglichen Liga im Altersbereich der C-Jugend gilt es nun, sich mit den Nachwuchsleistungszentren zu messen und die nächsten Schritte in der Entwicklung zu gehen. Die Vorfreude der jungen Reuterstädterinnen auf das Abenteuer Oberliga ist riesengroß. Am Ende des aufregenden Tages waren sich alle einig: „Wir packen auch das!“.

 

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